Aufarbeitung einer methanolischen Extraktionslösung mittels Umkehrosmose – Verfahrensentwicklung und Anlagenbau
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Verfahrensprinzip
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Die Anwendung: Aus einem bestehenden Extraktionsprozess fallen grosse Mengen einer Lösung von extrahierten Nebenprodukten in Methanol/Wasser an, die bisher verbrannt werden muss. Wir haben für den Kunden einen mehrstufigen Umkehrosmoseprozess entwickelt, mit dem diese Extraktionslösung in 80% Permeat mit unter 100ppm an extrahierten Substanzen und 20% Konzentrat mit 260 g/l an aufkonzentrierten Substanzen getrennt wird. Dies führt einerseits zu erheblichen Einsparungen durch Vermeidung von Verbrennungskosten und andererseits zu Ersparnissen auf der Rohstoffseite und damit zu einem Anlagen pay-back von wenigen Monaten. Die Anlage wurde gemäss FDA Anforderungen qualifiziert, und der Prozess validiert. Verfahrensentwicklung und Pilotierung: PS Prozesstechnik GmbH hat aufgeteilt in 3 Bearbeitungsstufen Membranen im Labor getestet, das Verfahren pilotiert und mit unserer Ex-geschützten Pilotanlage Langzeittests beim Kunden im m3-Masstab durchgeführt. Für die Anlagenauslegung wurde eine Simulation mit den Pilotdaten durchgeführt Anlagenkonzept: Vom zukünftigen Benutzer der Anlage wurden unter anderem eine sehr kompakte Anlage und eine sehr hohe Permeatreinheit gefordert. Die erste Forderung führte zur Konzipierung einer Kontianlage. Daduch kann mit sehr kleinen Pufferkesseln zwischen den Stufen gearbeitet werden. Zur Erzielung der geforderten Permeatreinheit (<100 ppm ES) auch bei Erreichen der Elementlebensdauer wurde eine dreifach permeatgestufte Anlage realisiert. Das Permeat der dreistufigen Anlage zeigt teilweise eine bessere Reinheit (weniger Rückstände) als frisches Wasser-Methanolgemisch. Wichtige Anforderungen
Engineering und Anlagenbau: Das Engineering einschliesslich CAD-3D, die Montageüberwachung und die technische Inbetriebnahme der Anlage erfolgten durch eine grosse Engineeringfirma in Basel. Sehr positiv war dabei die enge Zusammenarbeit von Kunde, Anlagenplaner und Verfahrensgeber. Betriebserfahrung und Ausblick: Die Anlage ist seit Ende 1999 im Dauereinsatz. Die vollautomatische Bedienung und das Regelungskonzept haben sich bewährt. Die Anlage verarbeitet die gesamte anfallende Extraktionslösung. Die Permeatqualität übertrifft dabei die Anforderungen. Die realisierte Umkehrosmoseanlage führt neben der Schonung von Resourcen zu Einsparungen von mehreren Millionen CHF pro Jahr. Es laufen Planungen zum Bau einer weiteren solchen Anlage. Ausserdem kann die bestehende Anlage auch für andere (nichtwässrige nanofiltrationsanwendungen) eingesetzt werden. Daneben erarbeiten wir weitere Verfahren durch den Einsatz von polymeren und keramischen Nanofiltrationsmembranen für die Aufkonzentrierung von Wertstoffen aus Extraktionen und Chromatografien. |




